Denkmalanlage aus Sandstein mit Hochkreuz am Marktplatz, Eschstraße. 1961, zur Erinnerung an die Protestversammlung gegen den sogenannten Kreuzerlass der Nationalsozialisten 1936, errichtet. Inschrift: CHRISTUS AM KREUZ DIR SEIH GEWEIHT DAS MÜNSTERLAND... Die schärenartige Seenlandschaft der einzigen nordwestdeutschen Talsperre gehört mit ihrer ungeahnten Natürlichkeit zu den schönsten Ferienregionen im Nordwesten Deutschlands. Ob bewegungshungrig, kulturinteressiert oder erholungssuchend, ob ausgedehnter Urlaub oder Kurztrip, ob als Paar oder mit Kindern: Die Thülsfelder Talsperre macht jede Form der Reisegestaltung möglich.

Cloppenburg - Mahnmal Kreuzkampf

Denkmalanlage aus Sandstein mit Hochkreuz am Marktplatz, Eschstraße.
1961, zur Erinnerung an die Protestversammlung gegen den sogenannten Kreuzerlass der Nationalsozialisten 1936, errichtet.

Inschrift:

CHRISTUS AM KREUZ DIR SEIH GEWEIHT
DAS MÜNSTERLAND FÜR ALLE ZEIT

Dieses Kreuz wurde errichtet am 25. November 1961 in dankbarer Erinnerung an den schweren Kampf gegen die Verächter des Kreuzes von unseren Vätern in festem Glaubensgeist gewonnen am 25. November 1936

Gedenktafel:

DER OLDENBURGER KREUZKAMPF

Seitdem das Land Oldenburg 1932 eine NSDAP-Regierung bekommen hatte, verfolgte diese das Ziel, die Volksschulen des Landes, die durchweg katholische bzw. evangelische Bekenntnisschulen waren, ihrer christlichen Prägung zu berauben und mit nationalsozialistischem Geist zu erfüllen. Im Zuge dieser Politik ordnete der oldenburgische Minister der Kirchen und Schulen, Julius Pauly, am 4. November 1936 die Entfernung aller religiösen Symbole aus sämtlichen staatlichen und kommunalen Gebäuden des Landes an. Der Bischöfliche Offizial Franz Vorwerk in Vechta wandte sich daraufhin mit einer Kanzelerklärung an die Öffentlichkeit, in der er diesen Erlass als Angriff auf das Christentum verurteilte. Er forderte die Gläubigen auf, unter allen Umständen für die christliche Erziehung ihrer Kinder und darum auch für die Erhaltung der Kreuze in den Schulen einzutreten. In der katholischen Bevölkerung des Oldenburger Münsterlandes zog die Empörung über das Vorgehen der Regierung weiteste Kreise; Abordnungen aus den Pfarreien fuhren nach Oldenburg um Minister Pauly persönlich zur Rede zu stellen. Auch die Bekenntnissynode der evangelisch-lutherischen Kirche Oldenburgs schloss sich den Protesten an. Angesichts dieser Entwicklung setzte der Gauleiter und Reichsstatthalter Carl Röver für den 25. November 1936 eine Kundgebung in der Münsterlandhalle in Cloppenburg an, zu der etwa 7000 Menschen erschienen. Vor der aufgebrachten Menge sah sich Röver gezwungen, die Rücknahme des "Kreuzerlasses" bekannt zu geben.
Die Nachricht über diesen beispiellosen Vorgang verbreitete sich trotz Pressezensur rasch in Deutschland und auch im Ausland. Der Bischof von Münster, Clemens August von Galen, dankte den Oldenburger Katholiken mit einem Hirtenbrief und erklärte:

"Möge ihre Haltung für alle Christen weit hinaus über die Grenzen unserer Heimat, möge sie vor allem für unsere Jugend Vorbild und Beispiel sein!".

Der von der katholischen Bevölkerung begeistert gefeierte Sieg im "Kreuzkampf" konnte die weitere Entchristlichung der oldenburgischen Schulen jedoch nicht aufhalten. Mehrere an den Protesten beteiligte Männer wurden später von der Gestapo verhaftet.

Öffnungszeiten

täglich

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Eschstraße
49661 Cloppenburg

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Cloppenburg - Mahnmal Kreuzkampf
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